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Teil 58 – Zwei Grundsteinlegungen für eine Kirche

Nachdem die Einwohnerzahl Werdohls Anfang der 1900er Jahren auch im Versetal immer größer wurde, war der Wunsch nach einer eigenen Kirche im Tal natürlich sehr groß. Wenn die Versetaler  einen Gottesdienst besuchen wollten, mussten die Bewohner des Versetals und die auf den Höhen liegenden Bauernschaften immer den weiten Weg bis in die Gemeinde Werdohl zurücklegen, dies natürlich sehr oft zu Fuß. Zwar wurde im November 1900 ein Gemeindehaus in Eveking eingeweiht, aber es blieb der Wunsch nach einer eigenen Kirche im Tal. So wurden fleißig Spenden für einen Kirchenbau gesammelt, die vor allem aus der Industrie des Versetals kam.

Am 31. Oktober 1917 hatte man nun 100 000 Mark zusammen und zur Feier des Tages der Reformation vor 400 Jahren wurde am 04. November unter den üblichen Hammerschlägen ein Granitblock als symbolischer Grundstein der künftigen Kirche gelegt, die den Namen Friedenskirche tragen sollte. Der Zusammenbruch nach dem Ende des 1. Weltkrieges sowie die Geldentwertung ließen den Kirchenbaugedanken zurück treten. Mitte der 1920er Jahre fing man wieder an Geld für einen Neubau und der Ausschmückung einer eigenen Kirche zu sammeln.

Der Beginn des 2. Weltkrieges machte abermals den Bau einer eigenen Kirche im Versetal zunichte. Die Einwohnerzahl stieg durch die Flüchtlinge und Vertriebenen nach dem Krieg erneut an, so dass der Bau einer eigenen Kirche immer dringender wurde. Im Frühjahr 1955 wurden die ersten Spatenstiche unternommen und im Juli desselben Jahres kam es zu einer feierlichen Grundsteinlegung. Dies war nun die zweite Grundsteinlegung für die Friedenskirche in Eveking. Im Jahre 1956 wurde die Friedenskirche fertig gestellt und ein lang ersehnter Wunsch der Versetaler ging in Erfüllung.

2017 wurde der Reformation vor 500 Jahren gedacht und bescherte uns sogar einen zusätzlichen Feiertag, aber wenige wissen, dass zum 400 jährigem Jubiläum ein besonderes Ereignis im Versetal stattfand, nämlich die erste Grundsteinlegung der Friedenskirche.

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