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Teil 31 – Feste feiern im Kaisersaal

An
der Stelle wo sich heute die Volksbank befindet, stand einmal ein
anderes Gebäude. Viele Werdohler wissen nichts von der Existenz eines
großes Hotels und einer Festhalle an dieser Stelle. Das große
Wohngebäude das dort einmal stand, soll nach mündlichen Überlieferungen
nach dem großen Brand so um ca. 1830 erbaut worden sein. Dann klaffte
eine große Lücke bis 1891.

In
diesem Jahr wurde dem Lüdenscheider Konditor Eugen Wolff die
Genehmigung zum Betrieb einer Gast- und Schankwirtschaft in dem
vorgesehenen Gebäude im Alten Dorf erteilt. Die Gaststätte erhielt den
Namen: „ Hotel Germania“. Weil in Werdohl eine Festhalle fehlte, reichte
der neue Besitzer einen Antrag zum Bau einer Festhalle ein. Im Jahre
1894 bekam er die Genehmigung zum Bau einer solchen Halle. Ein Name
wurde entsprechend der damaligen Zeit schnell gefunden. „Kaiserhalle“.
In dieser Kaiserhalle wurden fortan viele große Feste verschiedener
Vereine gefeiert.

Im
Jahre 1895 wurde sogar das Schützenfest dort gefeiert. Dies blieb aber
nur eine einmalige Episode, da der Festablauf in der Halle nicht ganz so
stimmungsvoll war wie sich der Schützenverein das gerne gedacht hatte.
Das letzte große bedeutende Fest fand im Jahre 1919 dort statt. 1920
wurde der „Kaisersaal“ umgebaut und die Firma Noelle & Co. richtete
dort eine Aluminiumgießerei ein. Damit war die kurze Geschichte der
ersten großen Festhalle in Werdohl zu Ende.

In dem ehemaligen Hotel „Germania“ folgte 1937 ein weiterer Umbau als die damalige Spar und Darlehnskasse, jetzt Volksbank dort einzog. Nach der Firma Noelle & Co. Nutze die Firma Klauke die alte Festhalle als Lager und Verkauf. Die Gebäude des ehemaligen Hotels und der Festhalle wurden 1982 abgebrochen, und ein Neubau der Volksbank ist an dieser Stelle errichtet worden.

 

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