Die Eisen- und Stahlerzeugung war im märkischen Sauerland bereits vor der Industrialisierung im 19. Jahrhunder zu finden. Neben der Herstellung von Draht in Altena, Iserlohn und Lüdenscheid spielte das Osemundgewerbe (Hammerwerke zur Produktion von schmiedbare Eisen) eine bebeutende Rolle. In Werdohl war die Industrie in den Nebentälern zu finden, wo die Wasserkarf der Zuflüsse zur Lenne genutzt werden konnte.

Mit Stahlreckhämmern, der Nutzung von Steinkohle und der Produktion von Breiteware (z.B. Spaten, Schüppen, Sensenblättern) kam es bereits vor 1800 zu einem Strukturwandel. Den Sprung in Industriezeitalter schafften viele der im Kartell organisierten Reidemeister (Betreiber der Hammerwerke) nicht.

Sensenblätter, Auszug aus dem Musterbuch eines märkischen Handelshauses des frühen 19. Jahrhundert  (Foto: Stadtarchiv Hagen)

Drahtzieherei an einem Bach  (Foto: Kreisarchiv des Märkischen Kreises, Altena)

Köhler auf einem rauchenenden Meiler bei Oberhundem 1940  (Foto: Kreisarchiv des Märkischen Kreises, Altena)

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